Foto: ASB / T. Ehling
Ambulante Pflege

Wer gilt als pflegebedürftig?

Bisher galten Menschen als pflegebedürftig, wenn sie aufgrund körperlicher Einschränkungen Unterstützung benötigen

Eine ASB-Pflegerin beugt sich lächelnd zu einer Seniorin,die an ihrem Esstisch Kaffee trinkt.

Mit dem ambulanten Pflegedienst des ASB können viele Senioren länger in den eigenen vier Wänden leben.

Foto: ASB/B.Bechtloff

Geistige oder seelische Beeinträchtigungen wurden dabei kaum berücksichtigt. Mit dem Pflegestärkungsgesetzen wurden diese Ungleichbehandlung schrittweise bis zum neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff aufgehoben. Der Anspruch auf Pflegeleistungen ist nunmehr unabhängig von der Art der Beeinträchtigung.

Bei der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit ist ab sofort entscheidend, ob Unterstützung zum Ausgleich von Einschränkungen in der Selbstständigkeit erforderlich ist.

Dabei wird zum Beispiel die Fähigkeit, eine Treppe zu steigen, auch dann beurteilt, wenn im Haushalt des Bedürftigen gar keine Treppe vorhanden ist.

Die Sichtweise bei der Beurteilung hat sich geändert: Bisher wurde die Perspektive der Pflegenden eingenommen und der Zeitbedarf für ihre pflegerischen Tätigkeiten galt als Maß für die Einstufung.

Den Pflegegrad bestimmen jetzt die noch vorhandenen Fähigkeiten der Betroffenen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Der Pflegebedürftige rückt also in den Mittelpunkt.

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