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Notfall im Gelände: Exakte Ortung rettet Leben!

ASB Notfallsanitäter Daniel Schwarz und DRK-Katastrophenschutz-Beauftragter und ehrenamtlicher Geländeretter Fabian Nitzke empfehlen kostenlose Notfall-App „Echo 112“. Ein Beitrag von Daniel Schwarz.

Auf Bergen, Wald und Wiese ist mitunter reges Treiben: ob Holzmachen, Mountainbiking, Wandern, Geocaching, Jogging, Reiten, Klettern, Pilze suchen oder Langlauf-Skifahren.
Gerade die Freizeitbeschäftigungen in der Natur erfreuen sich im Harz steigender Beliebtheit.

Im Falle eines Notfalls außerhalb von Ortschaften kann es zu gefährlichen Zeitverzögerungen kommen, wenn der eigene Standort im Notruf der Rettungsleitstelle nicht genau beschrieben werden kann, was gerade bei ortsunkundigen Touristen oft der Fall ist.
Doch es geht nicht nur um Unfälle und Notfälle. Auch bei Rauchentwicklung und Waldbränden ist ein schnellstmöglicher Notruf ungeheuer wichtig, wie Stefan Fenner, Leiter des Fortsamtes Bad Lauterberg anmerkt: “Gerade durch die ausgeprägten Trockenheitsperioden ist die Gefahr für Waldbrände im Sommer besonders hoch. Die exakte Standort-Übermittlung des Notrufers spart hier wichtige Zeit.”

Doch auch der Winter hat seine Tücken: so manch Wanderer oder Skiläufer befindet sich auch mal abseits der Loipen und Wege. Und bei Kälte zählt bei Verletzten jede Minute.

Fabian Nitzke, Katastrophenschutz-Beauftragter und ehrenamtlicher Geländeretter beim DRK und Daniel Schwarz, Notfallsanitäter und Erste-Hilfe-Ausbilder beim ASB Bad Lauterberg weisen auf eine
kostenlose, sinnvolle Smartphone-App zur Standort-Bestimmung im Notfall hin.
Die Echo112-App (www.echo112.com) benötigt keine Registrierung oder Anmeldung und greift auf die eigenen Standort-Daten lediglich beim Verwenden der App im Notfall zu.

Im Fall der Notruf-Aktivierung über die Echo112-App, werden die GPS-Daten des Anrufers über das mobile Daten-Netz an den Echo112-Server übermittelt. Notwenig für eine einwandfreie Funktion ist ein aktiver GPS-Sensor mit ausreichendem Empfang, wie er außerhalb von Gebäuden generell vorhanden ist.
Mit dem Hinweis des Anrufers an die Rettungsleitstelle, dass der Notruf über die Echo112-App getätigt wurde, hat der Disponent die Möglichkeit, übers Internet die Position des Anrufers bis auf wenige Meter genau zu erkennen und kann so den Rettungsdienst schnellstmöglich zum Einsatzort leiten.
Sollte kein Daten-Netz vorhanden sein, werden die GPS-Daten per SMS über das normale GSM-Handynetz übertragen. Nach der Installation der App kann über einen Demo-Modus sehr eindrucksvoll getestet werden, wie gut das System funktioniert.  Dazu muss nach Demo-Aktivierung lediglich die Smartphone-Nummer auf der Internetseite www.echo112.com an einem internetfähigen Gerät in das Nummernfeld (mit der international gültigen +49 für Deutschland statt der ersten Null) eingetippt werden, und es öffnet sich eine detaillierte Sat-Karte samt Angaben zu den GPS-Koordinaten und der nächstgelegenen Adresse.

DRK, ASB und Feuerwehr halten spezielle Gerätschaften und Fahrzeuge vor, um auch im unwegsamen Gelände schnelle Hilfe leisten zu können.

Eine weitere Hilfe zur Orientierung im Wald können die zwischen Landesforsten und Rettungsdienst definierten Rettungspunkte sein. Hierbei handelt es sich um auffällige Schilder mit einer Landkreis-Kennung + Nummer. An diesen Rettungspunkten wird bei einem Unfall im Wald der Rettungsdienst von einem Mitarbeiter der Forst abgeholt und zur Unglücksstelle geführt.
Auch hier gibt es eine App, welche die nächstgelegenen Forst-Rettungspunkte zeigt: Hilfe im Wald.

Links:  
https://echo112.com/de
http://www.lauterneues.de/index.php/nachrichten/aktuell/6490-notfall-im-gelaende-exakte-ortung-rettet-leben

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Sven Obermann

Leiter Rettungsdienst/Fahrdienst, Qualitätsmanagementbeauftragter

Telefon : 05503 8000-12
Fax : 05503 49226

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