Die Geschichte des ASB-Kreisverband Northeim/Osterode

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1978/79: der Anfang als Ortsverband Northeim

Gegründet wurde der ASB-Ortsverband Northeim am 13. Juli 1978 von 45 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in Northeim. Einige Gründungsmitglieder sind auch heute noch im Verband tätig, darunter Hans Dieter Wollborn.

Im März 1979 bezieht der ASB seine erste Rettungswache in Nörten-Hardenberg, Lange Straße 82 in dem Haus des späteren Fahrdienstleiters Karl Bolle. Mit viel ehrenamtlichem Engagement wird von hier aus der Krankentransport ausgebaut. Bereits 1981 waren die Räumlichkeiten zu klein geworden und der Umzug in das Gebäude Lange Straße 79 wird notwendig.

 

1980er Jahre: der Kreisverband wächst und zieht um

Im Laufe der Jahre erweitert der ASB sein Tätigkeitsfeld im sozialen Bereich. Neben dem Krankentransport bietet der Verband nun auch den Rettungsdienst, Behindertenfahrdienst sowie die Häusliche Krankenpflege mit ihren sozialen Diensten an. In den 1980er Jahren ist der ASB auch im Landkreis Osterode mit einer Rettungswache in Wulften, später einer zweiten Rettungswache in Scharzfeld (heute Bad Lauterberg) tätig.

Ebenso wie das Angebot ändern sich auch die Zuständigkeiten und der Sitz des ASB. Der Kreisverband Northeim/Osterode, wie er inzwischen heißt, verlegt seine Hauptgeschäftsstelle nach Nörten-Hardenberg. Im Jahre 1990 wird das Grundstück und Gebäude in der Industriestraße gekauft. Dieses bietet genügend Platz für die vielfältigen Dienstleistungen.

1990er Jahre: Ambulante Pflege und Tagespflege

In den frühen 1990er Jahren erweitert der ASB seine ambulanten Angebote. Neben dem Pflegedienst Nörten-Hardenberg gibt es nunmehr einen zweiten Pflegeddienst in Göttingen (1991), einen dritten in Wulften, der seit 1998 in der Rettungswache Wulften untergebracht ist.

1996 entsteht in der Industriestraße 11 die erste Tagespflegeeinrichtung in Nörten-Hardenberg, die bis heute ein wichtiges entlastendes Angebot für Senioren und deren Angehörige darstellt. 1999 wird nach einer langen Planungsphase die Tagespflegeeinrichtung in Osterode in Betrieb genommen, die schnell ein wichtiger Bestandteil für die alltagsnahe Betreuung von Senioren wird.

2000er Jahre: Ausbau der Leistungen, Ausweitung der Standorte, personelle Veränderungen

Da das Gebäude in der Industriestraße 11 mit seinen vielen verschiedenen Abteilungen allmählich aus allen Nähen platzt, wird von Herbst 2002 bis Frühjahr 2003 das Gebäude umgebaut und erweitert. Für den Rettungsdienst werden neue Räumlichkeiten geschaffen und ein großer Schulungsraum angebaut.

Im Februar 2004 eröffnet der ASB in Bovenden seine dritte Tagespflegeeinrichtung. Damit ist der Kreisverband in den Landkreisen Northeim, Osterode und Göttingen mit je einer Tagespflege vetreten.

2006 wird in der Industriestraße wieder gebaut: die Verwaltung erhält zusätzlichen Platz und die Tagespflege wird um 120m² (einschließlich eines überdachten Balkons) erweitert.

Im Frühjahr 2007 wird der Bedarfsplan des Rettungsdienstes im Landkreis Osterode um ein weiteres Fahrzeug erweitert.

Im Sommer 2007 beteiligt sich der Behindertenfahrdienst in Nörten-Hardenberg an Ausschreibungen des Landkreises Northeim für die Beförderung behinderter Kinder zu speziellen Schulen. Der ASB bekommt den Zuschlag für zahlreiche Touren, wodurch die Abteilung ausgebaut werden muss. Auf einen Schlag werden neun zusätzliche Busse eingesetzt, so dass neue Arbeitsplätze im Fahrdienst geschaffen werden können.

Im Frühjahr 2008 wird das Informationsblatt für Mitarbeiter und Kunden „ASB aktuell" eingeführt. Die erste Ausgabe erscheint im April. Mehrmals im Jahr informiert das Redaktionsteam die Leser über Neuigkeiten und aktuelle Themen.

Im Sommer 2008 investiert der Kreisverband rund 250.000€ für die Anschaffung von zehn neuen Bussen mit Erdgasantrieb. Die Investition stellte die Wirtschaftlichkeit im Behindertenfahrdienst sicher und leistet einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz.

Im Herbst 2008 expandiert der Kreisverband in Northeim: In der Ottilienstraße 15 wurde mit dem Bau des Sozialzentrums begonnen. In dem Haus mit 370m² Nutzfläche befindet sich eine Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen, ein Stützpunkt für die ambulante Krankenpflege sowie Räumlichkeiten für den Behindertenfahrdienst. Im Mai 2009 wird das Sozialzentrum in Northeim feierlich eröffnet und die Tagespflegeeinrichtung in Betrieb genommen.

Am 1. Juni 2009 wird Iris Knecht zur Geschäftsführerin des Kreisverbandes ernannt. Diese Veränderung ist notwendig, da der bisherige Geschäftsführer Hans Dieter Wollborn zum Landesgeschäftsführer des ASB LV Niedersachsen e.V. bestellt worden ist.

Am 01. September 2009 wird der Pflegestützpunkt in Göttingen aus strategischen Gründen dem ASB Kreisverband Göttingen-Land übergeben.

Nach gut einjähriger Vorbereitungszeit und zahlreichen Workshops wird der Rettungungsdienst nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Nach einer kurzen Planungs- und Bauzeit wird die neue Tagespflegeeinrichtung in Osterode fertiggestellt und im Mai 2011 feierlich eröffnet. Die Rettungswache Wulften zieht in diesem Zuge auch in das neue Gebäude in Osterode am Wüsten Bleek. Auch in Wulften gibt es räumliche Veränderungen. Im eingeschossigen Neubau in der Bahnhofsstraße finden Pflege- und Fahrdienst Platz.

2012 tritt der ASB KV Northeim/Osterode dem Palliativnetz Leine-Solling bei und beteiligt sich an der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) im Landkreis Northeim. Seit April begleiten mehrere in Palliativ-Care geschulte Pflegefachkräfte unheilbar kranke Menschen engagiert, einfühlsam und professionell auf ihrem letzten Lebensweg.

Im Jahr 2013 feiert der Kreisverband sein 35-jähriges Bestehen.

Im Juni 2013 reisen Einsatzkräfte der SEGn aus Nörten-Hardenberg, Osterode, Bad Lauterberg und Markoldendorf an die Elbe. Hier unterstützen sie den Landkreis Lüneburg im Kampf gegen das Hochwasser.

Nach rund sieben Monaten Planungs- und Bauzeit eröffnet im Oktober 2014 das Sozialzentrum Uslar seine Pforten. Neben dem Ambulanten Pflegestützpunkt ist hier auch eine Tagespflegeeinrichtung untergebracht. Mit diesem Angebot schließt der ASB eine Lücke in Uslar - eine solche Einrichtung gab es hier bisher nicht.

Im Herbst 2014 beklagt sich Mitarbeiter Wolfgang Klemme über die stark begrenzten Umstände in der Kreisgeschäftsstelle: es ist einfach zu wenig Platz für die vielen Mitarbeiter. Kurzerhand entschließen sich Vorstand und Geschäftsführung in Übereinstimmung mit dem Flecken Nörten-Hardenberg zu einem weiteren großen Schritt, nämlich der Ausgliederung der Tagespflege. In der Burgstraße wird in nur fünf Monaten eine neue, moderne und gemütliche Einrichtung gebaut. Im April 2015 ist Richtfest und zum 3. August wird die Tagespflege bereits in Betrieb genommen. Feierliche Eröffnung und Tag der offenen Tür findet am 5. September 2015 statt. Die ehemaligen Räumlichkeiten in der oberen Etage der Industriestraße stehen nun den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisgeschäftsstelle zur Verfügung.

Am 26.September wird schon wieder gefeiert. Der ASB veranstaltet ein Danke-Fest und lädt alle Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Angehörige zu einem großen Fest ein. Die Geschäftsführung bedankt sich bei allen für die "tolle Arbeit", "Motivation" und "Engagement".

Im Herbst 2015 erreichte Europa eine Flüchtlingswelle. Tausende Menschen aus Syrien, dem Irak und aus Afghanistan flüchteten vor Krieg und Terror und waren auf der Suche nach Sicherheit. Bundesweit engagieren sich täglich Samariter für die Unterkunft, Verpflegung und Betreuung all jener Menschen, die in Deutschland Schutz und Menschlichkeit suchen. Der ASB Kreisverband Northeim/Osterode wurde zunächst in St. Andreasberg, später auch in Uslar mit der Versorgung und Unterstützung der Flüchtlinge betreut. Die Notunterkunft in St. Andreasberg ist für 1650 Flüchtlinge ausgerichtet, in Uslar besteht eine Kapazität für 450 Flüchtlinge.

2016 - Heute ist der Kreisverband ein moderner Sozialdienstleister, der mit seinen rund 290 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfassendes Spektrum an sozialen Leistungen anbietet. Er zählt rund 2.500 Mitglieder, die ihn finanziell unterstützen oder sich ehrenamtlich in unterschiedlichen Bereichen (Schnell-Einsatz-Gruppe, Jugendarbeit, Sanitätsdienste) engagieren.